Peru
Von Janina, 10. 11.
05
Nach Peru
hineinzukommen war
deutlich weniger
schwierig als nach
Bolivien, einziges
Problem war das
Fehlen einer
Haftpflichtversicherung
für
unser Motorrad. Wir
wussten bereits,
dass diese
Versicherung in
etlichen
Ländern gefordert
wird und hatten uns
verzweifelt bemüht,
sie abzuschließen,
aber in Brasilien
können keine
Versicherungen
abgeschlossen
werden, die
außerhalb des
Mercosul gelten. Wie
dieses Problem zu
lösen wäre, wusste
die peruanische
Polizei auch nicht,
aber sie nutzte die
Gelegenheit,
gut zu verdienen…
Seit wir die
Benzinzufuhr des
Motorrads geregelt
hatten, hatte es
weniger
Fehlzuendungen. Wir
füllten das erste
Benzin in Peru ein
und- oh
Wunder- das Motorrad
lief fast zu seiner
alten Form auf. Was
uns von nun an
daran hinderte,
schnell
voranzukommen, waren
nur die
Serpentinenstrassen
in
den Anden. 2000
Höhenmeter hinauf
und wieder hinunter
zu fahren, um von
einer Stadt zur
nächsten zu kommen,
ist für die
Andenbewohner
völlig
normal, ermüdete
uns aber sehr und
kostete viel Zeit.
Vom Titikakasee
fuhren
wir Richtung Cuzco.
Wir besuchten die
Inka- Ruinen in
Raqchi und
verbrachten die
Nacht in einem
Bauernhof in den
Bergen.







Cuzco war
die Hauptstadt des
Inka-Imperiums. Als
die Spanier ankamen,
fanden sie eine
weitläufige
und reiche Stadt
vor, mit Tempeln,
Palästen und regem
Handel. Sie
zerstörten
sämtliche Gebäude
und errichteten ihre
eigene Stadt auf den
Trümmern. Bis heute
stechen die Mauern
der Inkas aus dem
kolonialen Stil der
Stadt
hervor.

In Cuzco beginnt
auch das “heilige
Tal der Inkas”,
eine Region, die zur
damaligen Zeit dicht
besiedelt war und
heute unzählige
Ruinen
aufweist. Die Inkas
hatten eine
ausgefeilte
Landwirtschaft. Sie
konstruierten
Terrassen, um auch
an Steilhängen
pflanzen zu können
und legten über
Jahre
hinweg Vorräte an,
um sie in Notzeiten
zu verteilen. Wir
fuhren mit dem
Motorrad bis
Olantaytambo, von
dort mit dem Zug
nach Aguas Calientes
und mit dem
Bus nach Machu
Picchu.


Diese Stadt wurde
von den Inkas in
einer Region von
extrem schwierigem
Zugang errichtet.
Die Spanier wussten
wohl von ihr, kamen
jedoch niemals bis
dorthin, um sie zu
zerstören. Machu
Pichu wurde
verlassen,
als das Inka-Reich
unterging und erst
im zwanzigsten
Jahrhundert
“entdeckt”. Es
ist die am besten
erhaltene und
deshalb
eindrücklichste
Ruine aus
der Zeit der Inkas.
Was für ein
Erlebnis, durch
diese Stadt zu
wandern! Ein
weiteres Mal dachte
ich über die
barbarische Art und
Weise nach, in der
die
Spanier eine so
wichtige und schöne
Kultur zerstörten.


Er diente als
Sonnenuhr, zeigte
die Jahreszeit und
die
Himmelsrichtungen
an.





Von Machu Pichu
fuhren wir Richtung
Küste.


Was für eine
Erleichterung, in
die Ebene zu kommen!
Wo die Anden
aufhörten, trafen
wir auf eine
Wüste aus Steinen
und Sand, die nahe
des pazifischen
Ozeans in Dünen
übergeht.
In dieser Gegend
ohne jegliche
Vegetation legte das
Volk der Nazca
(pre-inca) riesige
Zeichnungen im Sand
an, die sogenannten
Linien von Nazca.

Die Hände,
Personen, Tiere und
Symbole waren
vermutlich den
Göttern
gewidmet, die die
Kunstwerke vom
Himmel aus sehen
sollten.
Es war reichlich
kompliziert,
jemanden zu finden,
der die Benzinzufuhr
von Neuem regelte,
aber nachdem das
geschafft war,
arbeitete das
Motorrad
mit der gewohnten
Kraft. Auf den
geraden und
monotonen Strassen
zwischen
den Dünen fuhren
wir zügig Richtung
Norden. Wir
verbrachten zwei
Nächte
in Lima. Die
Hauptstadt Perus ist
chaotisch, besitzt
aber einige schöne
Plätze und Gebäude
im Kolonialstil. Wir
lernten die Ruinen
in Sechín
kennen (pre-inca)
und besuchten das
Museum von ChanChan,
Hauptstadt des
Reiches der Chimu.

Mumie im Museum
in Sechin, Peru. Von
Ausgrabungen in
Tuquillo
in Huarmey, Peru.
Herkunft Kultur
Huari. Vermutlich
ein Opfer,
das mit Gewalt
erzwungen wurde. Der
Körper ist
ausgestreckt.
Es handelt sich um
eine Frau im Alter
zwischen 18 und 23
Jahren.
Groesse 1.45 m.
Alter 1200 Jahre.


Es kam ein Punkt,
an dem wir es
ermüdend fanden, so
viele Ruinen
anzuschauen… Auf
der sogenannten
Pan-Americana
gelangten
wir, immer an der
Küste entlang
fahrend, am 8. 11.
05 an die Grenze zu
Ecuador.
Ecuador
Text von Edson, 23.
11. 2005
Am 8. 11. 2005 kamen
wir in das kleinste
der Andenländer.
Nachdem wir viele
Kilometer an der
Pazifikküste
entlanggefahren
waren, zwang uns die
Pan
Americana erneut in
die Anden hinauf.
Das bereits bekannte
Problem machte
uns erneut zu
schaffen, das
Motorrad litt unter
dem geringen
Luftdruck.
Inzwischen brauche
ich schon keinen
Mechaniker mehr, ich
kann dieses kleine
Problem selbst
lösen.



Wir kamen nach
Quito und sogleich
begannen die
Nachforschungen in
verschiedenen
Reisebüros. Wir
suchten eine sichere
Möglichkeit, um von
Ecuador nach Panama
zu gelangen. Durch
Kolumbien wollten
wir wegen der
Guerrilha nicht
fahren. Wir fuhren
bis Esmeralda, um
herauszufinden, ob
es
seine
Schiffsverbindung
nach Panama gibt,
mussten aber
erfahren, dass dies
nicht der Fall ist.
Frustriert kehrten
wir nach Quito
zurück.

Eine Woche
später verluden wir
das Motorrad in ein
Flugzeug. Am Tag
darauf flogen wir
direkt nach Panama
City, mit
Zwischenlandung in
Guayaquil. Zum
ersten Mal
fühlte ich, wie es
ist zu fliegen. Ich
hatte ein bisschen
Angst beim Abflug,
aber das verging
gleich. Die Reise an
sich verlief ruhig.
Aber Fliegen ist
schon eine
verrückte Sache!!!

Panama
Von Janina, 30. 11.
2005
Unser Flugzeug kam
am 22. 11. 05 in
Panama Stadt an. Wir
bezahlten ein sehr
teueres Taxi, um in
ein
Hotel in der Nähe
des Flughafens
gebracht zu werden.

Gleich bekamen
wir Sehnsucht nach
unserem
Motorrad “Asa
Negra”,
("schwarze
Schwinge"; Anm.
d. Redaktion) das es
uns ermöglicht,
quer durch die
Stadt zu fahren, bis
wir ein Hotel
gefunden haben, das
uns zusagt. In den
nächsten Tagen
mischte
sich die Sehnsucht
mit Ungeduld und
etwas Sorge, denn
das
Frachtunternehmen
verzögerte die
Auslieferung um
einen Tag. Während
wir warteten,
lernten wir die
Stadt kennen. Die
Ruinen der alten
Stadt Panama stamen
aus dem XVI.
Jahrhundert. 1671
drohte der Pirat
Henry Morgan die
Stadt
einzunehmen.
Da sie für die
Spanier von großer
strategischer
Bedeutung war, zog
es der Governeur
vor, sie
anzuzünden, statt
sie in die Hände
des Piraten fallen
zu lassen. Nach
diesem Feuer wurde
die Stadt
an einen anderen
Punkt der Bucht
verlegt. Diese neue
Stadt bildet heute
das historische
Zentrum.
Leider ist es sehr
schlecht erhalten,
während die Ruinen
liebevoll renoviert
werden. Ein Museum
erzählt die
Geschichte Panamas
von den Dörfern der
Indios bis zur
Gründung der neuen
Stadt.




Als wir es
schließlich
schafften, unser
Motorrad abzuholen
(nach vielen
bürokratischen
Hürden, versteht
sich), war ich
richtig froh. Wir
hatten mit Kolumbien
ein unkalkulierbares
Risiko vermieden und
konnten unsere Reise
mit “Asa Negra”
fortsetzen. Nachdem
Edson ein weiteres
Mal das
Luftdruckproblem
gelöst hatte
(Panama Stadt liegt
ja
auf Meereshöhe)
verließen wir die
Stadt am selben Tag.

Die tropische
Landschaft Panamas
ist wunderschön.
Sie erinnerte uns
ein bisschen an den
Maranhão. Auf einer
guten Strasse
verlief
die Reise zur Grenze
ruhig und schnell.
Costa
Rica 26. 11. 2005
Von Edson
Wir kamen gegen
Abend an der Grenze
an. Alles war
ausgesprochen
schwierig,
die Schlangen an den
Schaltern waren
enorm. Als wir
endlich den Stempel
in
unserem Reisepass
hatten,
verzweifelten wir
fast, weil es schon
sehr spät war und
die Hotels alle
bereits voll waren.
Ein verrückter Typ,
der Touristen zu
Hotels führt,
trieb schließlich
eine letzte
Möglichkeit auf.
Das Hotel war
fürchterlich,
eklig, aber
wenigstens sicher.
Ein Ort, der wie
geschaffen dafür
war, Janinas
Geburtstag zu
feiern. Am nächsten
Tag fuhren wir
weiter. Die Routine
ist stets dieselbe,
was
fasziniert sind die
unterschiedlichen
Landschaften und die
Tatsache, stets ins
Unbekannte unterwegs
zu sein. Wenn wir in
ein Land einreisen,
informieren wir
uns immer bei der
Polizei und anderen
Personen über die
aktuelle Situation
im
Land, ob es ruhig
ist oder die
Kriminalität hoch.
So können wir
beruhigt reisen oder
sind doppelt
wachsam. Zwischen
San Isidro und San
Jose liegt das
sogenannte
¨Todesgebirge¨, wo
nach Aussagen
Einheimischer bis
vor hundert Jahren
viele
Menschen bei dem
Versuch starben,
hinüberzugelangen.
Viele erfroren, weil
es
keine Strasse gab
und der Übergang
sehr schwierig war.
Heute ist die Region
Naturschutzgebiet.
Die Strasse führt
durch einen sehr
dichten Wald bis auf
etwas
mehr als 3000
Höhenmeter. In der
Hauptstadt San Jose
besuchten wir das
Nationalmuseum und
lernten einiges
über die
Ureinwohner, die
Kolonisierung, die
Sklaverei und die
verschiedenen
Einwanderungswellen
in Costa Rica.


Angeblich
gab Christoph
Kolumbus gab dem
Land seinen Namen,
weil er die Küste
so schön
fand. In Cañas
fanden wir endlich
eine Tankstelle, wo
wir den Mut hatten,
zu
zelten.

Die
Gegend war sehr
ruhig und die
Tankwarte waren sehr
freundlich. Als
ich sagte, dass ich
Brasilianer bin,
wurde ihr Lächeln
breiter und sie
begannen
gleich, vom Fußball
zu reden. ¨Ah,
Ronaldinho Gaucho!
Der beste Fußballer
der
Welt! Ihr seid die
besten
Fußballspieler der
Welt.¨ Und wo wir
hinkommen, ist es
das Gleiche. Wenn
ich sage, dass ich
Brasilianer bin,
bemühen sich alle,
aufmerksam zu sein
und reden vom
Fußball. Wie gut,
Brasilianer zu sein!
Wie gut,
dass wir die besten
Fußballspieler der
Welt sind! Am
nächsten Tag fuhren
wir
direkt nach
Nicaragua.

Costa
Rica email
Hi you two,
This is just a
note to put us in
touch. If you need
anything in Costa
Rica, particularlly
on your bike, I have
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luck to both of you.
Paul Furlong, Mototourscostarica.com