(Text von Janina
im Juni 2005)
So... Du
möchtest also
wissen, wie alles
anfing.
Aber wer weiß
schon, wann etwas
anfängt?
Ich fange mal an
im
April 2005: Zwei,
die sich mögen,
schmieden einen
außergewöhnlichen
Plan. Gemeinsam
wollen sie
losziehen, um mehr
zu lernen über sich
und unsere Erde.
Die Umsetzung des
großen Traums
begann mit kleinen
Schritten. So vieles
musste besprochen
und entschieden
werden! Gar nicht so
einfach, wenn einer
in Brasilien und die
andere in
Deutschland ist.
Unsere
wöchentlichen
Telefonate wurden
bald zu ausgedehnten
Konferenzen über
hundert Details.
Immer wieder mussten
wir feststellen:
Dieses oder jenes
lässt sich
frühestens vor der
Abfahrt, vielleicht
aber auch erst
unterwegs regeln.
Trotzdem wurde bei
unseren Gesprächen
allmählich, fast
unbemerkt, aus einem
Traum ein konkreter
Plan.
Am 22. 7. 2005
werde ich in
München ins
Flugzeug steigen und
am 23. 7. in São
Luís landen. Die
ersten Wochen in
Brasilien werde ich
nutzen, um meine
Freunde zu besuchen.
Gleichzeitig
werden die
Reisevorbereitungen
in die entscheidende
Phase gehen. Wir
hoffen, dass wir
drei bis vier Wochen
später reisefertig
sind und wollen dann
zunächst an der
Küste entlang
südwärts fahren.
So weit, so
gut...
Text von Edson, 11. 8. 2005
Seit
frühesten Zeiten
wagt der Mensch sich
in die Welt, sucht
die
Herausforderung im
Unbekannten. Es
entspricht nicht der
Natur des Menschen,
es sich bequem zu
machen und nur das
zu betrachten, was
sich unmittelbar um
ihn herum befindet.
Die Seefahrten des
16. Jahrhunderts
waren große
Wagnisse des
Menschen. Auf der
Suche nach neuem
Land eroberten die
Europäer
die Weltmeere. Es
folgte die Eroberung
des Weltraumes, die
unvollendet ist
und bleiben wird.
Heute gibt es auf
unserem
ausgebeuteten
Planeten kaum noch
etwas zu
entdecken, aber es
ist der Traum vieler
Menschen, das, wovon
wir täglich in
den Medien hören,
aus der Nähe kennen
zulernen. Deshalb
möchten wir uns in
die Welt wagen, ein
Abenteuer mit Namen
Weltreise beginnen.
Die faszinierende
Idee, die Welt mit
kulturellen und
pädagogischen
Zielen
zu bereisen, wurde
seit vielen Jahren
genährt. Nun fuehle
ich mich bereit,
sie in die Tat
umzusetzen. Einfach
deshalb, weil ich
eine Begleiterin mit
kompatiblen Ideen
gefunden habe. Der
Plan war, allein mit
dem Fahrrad zu
fahren, aber jetzt
werde ich mit Janina
mit dem Motorrad
fahren.
Nachdem wir einige
Probleme per Telefon
gelöst hatten
während ich in
Brasilien war und
Janina in
Deutschland, kam
Janina am 23. 7. 05
in São Luís
an. Nun wurden die
letzten Details
geklärt. Wir
tauschten mein
Motorrad ein
und haben nun die so
heiß ersehnte XR
Tornada 250 ccm. Ich
besorgte mir
einen Reisepass etc.
Janina fuhr in São
Luís fleissig
Motorrad, um sich an
die neue Maschine
und das
Verkehrschaos zu
gewöhnen, das man
an einigen
Punkten von São
Luís wirklich nicht
anders bezeichnen
kann. In der Stadt
Coroatá, Maranhão,
wo ich lebe und als
Lehrer angestellt
bin, arbeite ich
zur Zeit hart in der
Schmiede "Só
Ferro", um
einen geeigneten
Gepäckträger
für unsere Koffer
zu bauen.
In
etwa einer Woche
wird unsere Reise
beginnen.
Ausserdem bemühe
ich mich, die Fahne
der Geografie
hochzuhalten, denn
ich
bin Lehrer in dieser
Disziplin und weiß,
dass es ohne die
Geografie nicht
möglich wäre,
irgendwohin zu
gelangen; aber das
ist es, was die
Menschen
stets möchten.
Allgemeines Ziel der
Reise:
Die verschiedenen
Kulturen Brasiliens
und der Welt aus der
Naehe
kennen lernen und
dabei Kenntnisse
sammeln, die später
im Schulunterricht
verwendet oder in
gleich welcher Form
einer
Öffentlichkeit
praesentiert
werden können.
Besondere Ziele:
- Die kulturelle
Vielfalt
menschlichen Lebens
kennen lernen und
ihr an ihren
verschiedenen
Ursprungsorten auf
diesem Planeten
begegnen
-Beobachten, wie
verschiedene Völker
auf die gleichen
Probleme reagieren
-Die durch Literatur
erworbenen
Kenntnisse mit der
Praxis täglichen
Lebens
konfrontieren, um
ein umfassendes und
differenziertes Bild
der Welt zu
gewinnen
"Das Abenteuer
ist ein Weg, dem Tod
Zeit zu
stehlen."
(Unbekannt)